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POI 38: Hammetschwand

Tourismusgeschichte

Kunstverlag E. Goetz (Historisches Museum Luzern)

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Mit dem 150 Meter hohen Hammetschwand-Aufzug gelang Hotelier Franz Josef Bucher 1905 ein ingenieurtechnischer Coup. Bei den technik- und fortschrittsbegeisterten Touristen der Belle Époque stiess er als schnellster Lift Europas auf ein ähnlich grosses Interesse wie kurze Zeit später das Luftschiff.

Der Aufzug, der auch schon als Warenhauslift ohne Warenhaus in Form eines angespitzten Bleistifts bezeichnet wurde, war eine weitere Attraktion der Hotellandschaft Bürgenstock. Als krönendes Element des Felsenwegs sollte er den Hotelgästen eine bequeme und unvergessliche Fahrt zum höchsten Punkt des Bürgenbergs ermöglichen. Gleichzeitig lenkte seine ausgestellte Position die Blicke von weither auf den Bürgenstock und machte den Lift zum idealen Werbeträger von Buchers Hotelwelt. Um seinen Rang als schnellster Lift Europas nicht zu verlieren, erhöhte man 1936 nochmals seine Fahrtgeschwindigkeit.

  • Vertiefungstext Tourismusgeschichte (3 MB)

Agrargeschichte

Robert Zünd: Kornernte auf der Luzerner Landschaft

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Vom Bürgenstock hat man einen hervorragenden Überblick über die verschiedenen Agrarzonen, welche die vormoderne Luzerner Landwirtschaft geprägt haben. Er reicht vom Hirtenland an den Hängen des Pilatus und der Rigi, über die Feldgraszone in den hügeligen Regionen entlang des Sees bis zum Kornland im flachen Mittelland.

Bis in die 1880er-Jahre war die Luzerner Landwirtschaft dreigeteilt: Im Hirtenland rund um Pilatus und Rigi sowie im Entlebuch zog man Jung- und Milchvieh auf und produzierte Hartkäse. Im flachen Kornland bauten die Bauern im Dreizelgensystem Getreide an. Und in der Feldgraszone dazwischen widmeten sich habliche Einzelbauern ohne Flurzwang neben etwas Ackerbau primär der Viehzucht und Milchproduktion. Der Import billiger Getreide bewirkte um 1900 eine Abkehr des Kornlandes von der Brotgetreideproduktion und eine Spezialisierung der gesamten Luzerner Landwirtschaft auf Vieh- und Schweinehaltung.

  • Vertiefungstext Agrargeschichte (137 KB)