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Die Pfarrkirche St. Martin ist eine spätbarocke Hallenkirche und ist das siebte Kirchengebäude im Zentrum von Schwyz. Die allererste Kirche von Schwyz wurde um 800 erbaut und es folgten sechs weitere. Die sechste war, laut dem Einsiedler Klosterbaumeister Kaspar Braun, baufällig und zu klein. So wurde von 1769 bis 1774 die neue Kirche errichtet. Sie wurde unter der Bauherrschaft der Brüdern Jakob und Johann Singer erbaut. Die Brüder stammen ursprünglich aus dem Tirol.

Lage

Beim Dorfplatz in Schwyz steht die Pfarrkirche St. Martin etwas an erhöhter Lage auf einer natürlichen Terrasse. Von oben hat man einen wunderbaren Überblick auf den gesamten Dorfplatz mit dem Rathaus. Die Kirche ist nach Osten gerichtet und besteht aus einem Langhaus, Querschiff und einem Chor mit halbrunder Apsis

Kirche von aussen

Äusserlich ist der Bau, im Gegensatz zum Innern, kubisch streng, kompakt und durch Pilaster mit Kapitellen klar gegliedert. Die Farben grau, hellgrau und weiss dominieren die Aussenansicht. Das Querhaus wird vom Giebelaufsatz mit Ovalfenstern geprägt. Grosse und stichbogige Fenster und dreiteilige Halbkreisöffnungen bestechen die Aussenansicht.

Turm

1481 wurde der Unterbau des Turmes gebaut. In Giebelaufsätzen sind die Zifferblätter angebracht und die Glockenstube besitzt grosse Schallöffnungen. Aus früherer Zeit stammen die Wasserspeier in Form von Drachenköpfen. Die Turmspitze läuft über eine achteckige Laternenkuppel in eine nadelspitze Pyramide aus. Ein sechseckiger Dachreiter sitzt auf dem Dach über der Apsis. Er ist von einer kleinen Madonna bekrönt.

Umgebung

An der südlichen Mauer der Kirche erinnert eine Tafel zum Gedenken an den Landamman Alois von Reding und an den alten Friedhof. Alois von Reding (1765-1818) war der Sieger von Rothenthurm, ein Gegner des Zentralismus der Helvetik und erster Landammann der Schweiz. An den alten Friedhof erinnert auch ein Gedenkstein anstelle des Eingangs zur ehemaligen Betschart-Gruft. In den Jahren 1859 und 1889 wurde die Treppenanlage zum Dorfplatz umgestaltet.